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Matcha wird seit jeher in der japanischen Teezeremonie verwendet und getrunken. Dabei spielt die Lebensphilosophie Zen eine entscheidende Rolle, das Leben in allen seinen Facetten, in jedem Augenblick zu erleben. Wir von Tee&Tee sind seit 35 Jahren bemüht, Ihnen stets das Besondere anzubieten und die deutsche Teekultur weiter auszubauen. In diesem Artikel möchten wir, von , Sie in die wunderbare Welt des Matchas entführen. So gibt es doch viele Deutsche, die Grüntee lieben, aber noch nie etwas von Matcha gehört, oder ihn gar einmal probiert haben.

Geschichte und Herstellung des Matchas

Matcha wurde vor etwa 1500 Jahren in China erfunden und diente u.a. als Medizin. Mönche stellten diese Teespezialität her und konsumierten auch das meiste davon selbst. Wie der Grüne Tee ist auch Matcha, durch seinen hohen Koffeingehalt, sehr anregend und wurde daher gerne vor Meditationen getrunken – die Mönche hatten große Furcht davor, während einer Meditation einzuschlafen, was natürlich ein Frevel war.

Und so brachte ein Wandermönch den Matcha nach Japan, wo er ein untrennbarer Bestandteil des Zen-Buddhismus wurde, während Matcha in seinem Ursprungsland, weitgehend in Vergessenheit geriet. Während alle anderen Arten des Tees sehr beliebt waren und jeder Bewohner Japans, der etwas auf sich hielt, jeden Tag große Menge davon trank, rankte sich um Matcha eine wahre Religion, die auch heute noch, in Japan praktiziert wird.

Um die große Bedeutung von Matcha verstehen zu können, muss man tief in die japanische Kultur eintauchen. Zen ist die dort vorherrschende Lebensphilosophie. Man versteht darunter die Kunst, jeden Augenblick des Lebens zu erleben und auszuschöpfen.
Matcha wird seit jeher auf die gleiche Weise hergestellt – wobei in erster Linie Tencha verwendet wird, ein gerbsäurearmer Grüntee.
Der Tee wird gleich nach der Ernte gedämpft, um den Fermentationsprozess zu stoppen. Nun wird der Grüntee getrocknet und das Blattgewebe von den Stängeln getrennt. Sodann wird der Tee zwischen zwei schweren Granitplatten solange gemahlen, bis er den Feinheitsgrad von Pulver erreicht hat. Heutzutage geschieht dies meist in Maschinen, das Prinzip ist aber nach wie vor das gleiche geblieben. Und obgleich die Herstellung automatisiert wurde und niemand mehr die Mühlsteine antreiben muss, dauert es lange, bis der Matcha fertig ist – so schafft eine Mühle gerade einmal 30 Gramm pro Stunde – ein Fakt, der die teilweise hohen Verkaufspreise erklärt.

Als Medizin erfunden, früher hauptsächlich von Mönchen konsumiert, ist Matcha heute in aller Munde. Einer unserer Kunden teilte uns mit, dass er in Japan Matcha auch in hierzulande bekannten Burger Restaurants trinken konnte – also Matcha to go. Von der geradezu heiligen Teezeremonie zum Fastfood Laden. Sachen gibt’s, die gibt’s gar nicht. Und doch zeigt gerade dieses krasse Beispiel, wie populär Matcha in Japan ist.

Zubereitung von Matcha

Um einen guten Matcha zubereiten zu können, werden in Japan traditionsgemäß der Matcha-Besen (Chasen), die Teeschale (Chawan) und der Matcha-Löffel (Chashaku) verwendet. Diese Paraphernalien sind nicht zwingend erforderlich, aber führen zu einem leichteren Gelingen eines Matcha-Tees und tragen ungemein zur Atmosphäre einer Teezeremonie bei. Bevor man sich nun daran macht, in die Fußstapfen der japanischen Zen-Mönche zu steigen, sollte man sich bewusst machen, dass der Genuß von Matcha, den Geist reinigen und die Seele öffnen soll. Daher handelt es sich nicht um ein schnelles Getränk für zwischendurch, allen japanischen Fastfood Ketten zum Trotz. Nehmen Sie sich Zeit, vergessen Sie kurz den Stress des Alltags und gehen in sich.

Das Matchapulver wird in Wasser aufgelöst und solange mit dem Chasen geschlagen, bis sich Schaum bildet. Je mehr Schaum erzeugt wird und je fester er ist, desto höher ist die Qualität ihrer Kreation. Einige Mönche sollen sich viele Stunden für das Schlagen des Tees nehmen, bis er in ihren Augen die Perfektion erreicht hat.
Ich habe den größten Erfolg auf diese Weise erzielt:

Ein gehäuften Chashaku (oder eine Messerspitze) Matcha, in die Chawan (oder eine Müslischale) geben und mit vier Esslöffeln kaltem, weichen Wasser übergießen. Nun das Pulver mit dem Wasser zu einer glatten Masse verquirlen. Nun gießt man das Ganze mit etwa 70 Millilitern, 80 Grad heißem Wasser auf und schlägt das Resultat mit dem Chashaku. Sie können ruhig in die Vollen gehen, denn je mehr Luft sich mit dem Matcha verbindet, desto besser. Ich habe meinen Tee etwa 60 Sekunden malträtiert. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen.
Übrigens scheiden sich die Geister bei der Frage, wie warm oder kalt das Wasser sein muss, das man für Matcha verwendet. Probieren sie einfach mal ein wenig herum.

Wirkung und Geschmack von Matcha

Im Gegensatz zum herkömmlichen Grüntee, trinken Sie bei Matcha das komplette Blatt des Tencha, mit allen darin enthaltenen Vitaminen, Spurenelementen (vor allem Eisen), Antioxidantien und auch ECGC (wir werden bald einen eigenen Blog über dieses hochinteressante Thema schreiben). Wegen dieser geballten Ladung gesundheitsfördernder Inhaltsstoffe, schreibt man dem Matcha viele positive Wirkungen in den verschiedensten Bereichen zu. Auch wenn nicht alles davon wissenschaftlich belegt wurde, sind die Auswirkungen seiner Inhaltsstoffe der Schulmedizin wohlbekannt. Es wundert daher nicht, dass dieser Tee einst als Heilmittel eingesetzt wurde. Außerdem enthält Matcha mehr Koffein, als beispielsweise Kaffee und wirkt daher sehr anregend.
Der Geschmack erinnert stark an Grünen Tee, ist aber viel intensiver, grasiger, vielleicht ein wenig bitter, die japanische Natur in einer ihrer reinsten Formen.

Tipp: Ihnen ist der Matcha zu bitter? Natürlich können Sie ihn süßen, aber jeder Japaner würde sie dafür einen Barbaren schimpfen. Da aber auch unseren asiatischen Nachbarn der Tee ab und an zu bitter sein kann, reichen sie Süßigkeiten dazu. So wird der einzigartige Geschmack des Matcha nicht verfälscht. Übrigens, Milch senkt nachweißlich die positiven Eigenschaften eines Tees.
Möchten Sie also in den vollen, gesundheitlichen Genuss des Matchas gelangen, trinken Sie ihn pur.

Fazit

Matcha ist ein unglaublich vielseitiges Produkt, das sich von allen anderen Tees abhebt. Man trinkt das volle Blatt. Die möglichen, gesundheitlichen Wirkungen dieses Kleinods würden ganze Bücher füllen und vermutlich würde ein Großteil davon auf Tatsachen beruhen. Die moderne Wissenschaft hat alle Hände voll damit zu tun, in Studien die Wirksamkeit der verschiedenen Inhaltsstoffe auf den Menschen zu testen. Es ist unglaublich, wie viel Potential in diesem Tee steckt und wir können Ihnen nur raten, sich selbst ein Bild zu machen, zu entspannen und ihren Geist von allen Sorgen zu befreien. Oder wie ein asiatisches Sprichwort sagt:

Man trinkt den Tee, um den Lärm der Welt zu vergessen.

In diesem Sinne, bis zum nächsten Mal,

Ihr Tee&Tee Team

Achtung: Nur wo draufsteht ist auch TeeUndTee enthalten. Kaufen Sie nur das Original! Ob im Onlineshop oder direkt in der Firma, Tee kaufen können Sie bei uns ganz nach Wunsch!

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